Online oder Offline? - Oder beides?

Eine der wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit "effektiver Prüfungs-vorbereitung" lautet:

Sollte ich  online lernen? Oder doch lieber offline? ... Oder sollte ich die Vorteile beider Varianten nutzen?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Jeder hat seine Vorlieben, jede Variante hat ihre Vorzüge ... aber auch Nachteile. Deshalb beschäftigen wir uns im Folgenden mit den wichtigsten Aspekten der jeweiligen Varianten

Und du suchst dir aus, was für dich das Beste ist...

Mach doch einfach beides!

In enger Zusammenarbeit mit unserem Partner (Bootsfahrschule Musall in Rostock) können wir dir das perfekte Angebot machen: Mach doch einfach beides gleichzeitig! Nutze alle Vorteile der jeweils besten Art zu Lernen.

Falls du Interesse hast - und falls Rostock (derzeit unser einziges derartiges Angebot) für dich in Frage kommt -, dann melde dich bei uns: (0381) 210 71 24.

Vor- und Nachteile der jeweiligen Vorbereitung

  Bootsfahrschule
(Offline)
Powerkurs
(Online)
Kosten 150 - 500 Euro 0 - 50 Euro
Kursanmeldung Meist genügt ein Anruf oder Fax
-
Kurs-Zeiten Festgelegte Termine (Wochenendkurs, Wochenkurs, mehrwöchiger Kurs, etc.)
absolut individuelle Zeitplanung, da die Kurse 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche "geöffnet" haben
Kurs-Inhalte Wird von der Fahrschule übernommen
Trainingsplan herunterladen, ausfüllen ... und diszipliniert einhalten
Lernziel verfolgen
Wird von der Fahrschule übernommen
Definitiv der schwierigste Punkt, wenn du alleine UND zu Hause lernen willst.
Praktisches Training
Wird von der Fahrschule übernommen
-
Individuelle Ansprüche und Fragen
Können von der Fahrschule nur selten berücksichtigt werden.
Du bestimmst dein Lerntempo und die Wissenstiefe ganz allein. Bei Fragen kannst du jederzeit im Internet recherchieren und zusätzliches Wissen aufbauen. Wie lange das dauert und wie viel es sein soll, bestimmst allein du.
Individuelle Kursinhalte

Können von der Fahrschule in einem "Standard-Kurs" nur selten berücksichtigt werden.

Fahrschulen bieten aber gelegentlich auch "persönliche Kurse/Trainings" an, in denen individuelle Inhalte vermittelt werden.

Noch individueller als "vollständig selbstbestimmt" geht nicht. (s. "Individuelle Ansprüche und Fragen")
Prüfungsvorbereitung Wird meistens als "Kursinhalt" vermittelt. Darüber hinaus sind meist auch zusätzliche Schulungen (Nachlernen) möglich; meist jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden.
 
Prüfungsanmeldung Wird meistens von der Fahrschule übernommen
Selbst ist die Frau/der Mann! (Wir haben dazu die "Checkliste für Autodidakten", in der du alle erforderlichen Informationen und Schritte findest: Runterladen, Ausdrucken, Ausfüllen!)
Prüfungsbegleitung Die meisten Fahrschulen stellen am Prüfungstag einen "Händchenhalter" ab, der dich durch die Tücken des Tages begleitet und unterstützt.
Autodidakten sind am Prüfungstag i.d.R. auf sich selbst gestellt.

Wie läuft so ein Theorie-Kurs ab?

Auch wenn man auf den ersten Blick glauben könnte, der Boots-Führerschein sei mit dem Auto-Führerschein vergleichbar, so gibt es doch bei näherem Hinsehen gravierende Unterschiede:

  1. Bootsfahrschulen haben keine echten Kontrollinstanzen
    NIemand kontrolliert so wirklich, was sie treiben, wie sie die Kurse gestalten, oder ob es gut oder schlecht ist, was sie da machen. Zwar behaupten die Verbände (DMYV, DSV und der Verband Deutscher Sportbootschulen e.V.), dass sie eigene "Gütesiegel" vergeben, doch die sind bei so mancher Schule nicht den Kleber wert, mit dem sie an den Fenstern befestigt werden.
     
  2. Die Kurse sind zeitlich extrem knapp bemessen.
    Das bedeutet für dich, dass du IN JEDEM FALL während des Kurses - und ganz sicher auch nach dem Kurs - zu Hause sitzt und "Fragen büffelst". Eine echte Prüfungsvorbereitung, in der du alles erforderliche Wissen für die Prüfung erhältst, würde mehrere Wochen, bei einigen Kursen sogar mehrere Monate dauern. Aber zum Einen sind viele Leute dazu zu geizig, zum Anderen sind die Fahrschulen habgierig genug, diesen Unfug mitzumachen.

    Anders als in der "Auto-Fahrschule" gibt es hier also kein "Wissen", sondern quasi "reine Prüfungsvorbereitung" - noch dazu zeitlich verdichtet.

Wenn du nun immer noch die Hoffnung hegtest "Ich besuche mal schnell einen Kurs, dann weiß ich alles, was ich für die Prüfung brauche!", solltest du sie schleunigst begraben! Das kannst/willst du entweder nicht bezahlen; oder du wirst eine ordentliche Überraschung erleben.

Vorbereitung auf die praktische Prüfung

Einige - leider nicht sehr viele - Wassersport-Schulen bieten dir auch "reine Prüfungsvorbereitung" an. In solchen Vorbereitungskursen bekommst du kein neues Wissen, sondern einfach nur jede Menge praktische Tipps und Tricks ... und vor allem praktische Übung.

Gerade auf letztere wirst du notgedrungen nicht verzichten können, denn auch wenn man mittlerweile versucht, die Prüfungen "praxisnäher" zu gestalten, so gibt es doch so manchen Haken und einige Ösen, wenn wir über die "praktische Prüfung" reden - und sie bestehen wollen.

Damit du eine bessere Argumentationsbasis hast, wenn du mit den Bootsfahrschulen und Wassersport-Schulen verhandelst, beleuchten wir jetzt mal die Frage, warum  nicht alle solche "reinen Prüfungsvorbereitungen für Autodidakten" anbieten:

Ein Kurs kostet Geld!
Im Regelfall halten sich viele Bootsfahrschulen mit reinen Sportbootführerschein-Kursen über Wasser. So ein Kurs kostet etwa 150 - 350 Euro pro Teilnehmer und beinhaltet die "Prüfungsvorbereitung" bereits. Wenn du also "Prüfungsvorbereitung ohne Kurs" kaufen willst, müssen die Schulen auf ca. 100 - 300 Euro verzichten. Sie "verlieren" Geld. Und das finden sie gar nicht lustig!

Prüfungsvorbereitung ist Aufwand!
Um dich auf die praktische Prüfung vorzubereiten, muss man sehr intensiv mit dir arbeiten. Statt dich also in mehr oder weniger große Gruppen zu stecken, muss man sich in sehr kleinen Gruppen oder sogar Einzeltrainings mit dir beschäftigen. Das ist wirtschaftlich natürlich nicht so günstig; weshalb du hören wirst "Das können wir nicht machen! Das strapaziert unsere Ressourcen (Trainer, Material, Boote, etc.) zu sehr!"

Welches Praxis-Training brauche ich?

Das hängt maßgeblich von deinen Vorkenntnissen und deinen gesteckten Zielen ab! Dennoch gibt es da ein paar grundlegende Trainings, die du brauchen wirst.

Sportbootführerschein  See

  • Navigation/Kartenaufgaben
    Für die Kartenaufgaben gibt es in der theoretischen Prüfung fette 6 Punkte. Und die erforderlichen Fähigkeiten beschränken sich auf Kenntnisse aus der 5. oder 6. Klasse. Wenn dein Wissen verschüttet wurde (und das ist normal, denn wann braucht man schon diese blöde "Parallelverschiebung" im normalen Leben?), dann solltest du hier ungefähr eine Stunde mit einem eigenen Trainer einplanen.
     
  • Knoten
    Man glaubt's kaum, aber es soll doch wirklich Leute geben, die sich mit den "10 Prüfungsknoten" schwer tun. :) Auch hier kannst du mit einem Praxis-Trainer schnell den Sinn und die Notwendigkeit der Knoten verstehen --- und sie innerhalb von 30 Minuten auch anwenden lernen.
     
  • Praxis-Manöver
    Mit der Änderung der Prüfungsbedingungen zum 1. Mai 2012 wurde auch die Praxis-Prüfung erheblich verändert. War es früher möglich, auch einem Wüstenbewohner, der noch nie Wasser gesehen hatte, innerhalb von einer halben Stunde alle erforderlichen Kenntnisse beizubringen, wird die Prüfung jetzt deutlich umfangreicher. Wir raten zunächst zu etwa einer Stunde Praxis-Training. Das sollte ausreichen, um für die Prüfung gewappnet zu sein.

Es ist dein Geld!

Trotz aller Widrigkeiten solltest du dich nicht abschrecken lassen: Es gibt auch Wassersport-Schulen, die dir verkaufen, was du suchst. Genau das, was du willst, und genau so viel, wie du brauchst!

Wichtig ist nur: Mund aufmachen! Fragen! ... Und nichts kaufen, was du nicht brauchst!

Beachte dazu auch unsere Tipps: Wie finde ich die richtige Bootsfahrschule?