Sicherheit

Wenn es schlecht läuft, haben wir nicht zwingend die Chance auf einen zweiten Versuch. Und auch "rechts ranfahren, anhalten und erst mal eine rauchen", ist auf dem Wasser schlecht möglich, behaupten Pessimisten.

Deshalb ist das Thema Sicherheit eines der wichtigsten, mit denen wir uns beschäftigen können. Aber keine Angst: So viele Fragen siehst du zu diesem Thema nicht in der Prüfung zum Sportbootführerschein See ... jedenfalls weitaus weniger, als es sein könnten. ;)

Prüfungsfragen

Nr. 77 Punkte 2 Fragebogen 3

Was bedeutet "seemännische Sorgfaltspflicht"?

Die Verpflichtung zur Beachtung von Vorsichtsmaßregeln der Kollisionsverhütungsregeln (KVR), der Grundregeln für das Verhalten im Verkehr und der Ausweichregeln mit dem Manöver des letzten Augenblicks.

Erklärung zur Antwort

Diese schwulstige Antwort ist völliger Blödsinn. Aber sie klingt gut, nicht wahr?!
Die Verpflichtung zur Beachtung der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO), der Kollisionsverhütungsregeln (KVR), der Grundregeln für das Verhalten im Verkehr und der Ausweichregeln mit dem Manöver des letzten Augenblicks.

Erklärung zur Antwort

Gesetze beachten ist immer gut. Aber manchmal reicht das nicht aus.
Die Verpflichtung zur Beachtung der Vorsichtsmaßregeln und Sicherheitsregeln der Verkehrsvorschriften und der Grundregeln für das Verhalten im Verkehr.

Erklärung zur Antwort

Diese Antwort ist fast so gut wie beinahe richtig. Da es aber eine richtigere Antwort gibt, ist sie falsch.
Die Verpflichtung zur Beachtung von Vorsichtsmaßregeln über die Verkehrsvorschriften hinaus, die Seemannsbrauch oder besondere Umstände des Falles erfordern.

Erklärung zur Antwort

Richtig! Seemannsbrauch ist wichtiger als juristische Korinthenkackerei. Wenigstens ein bisschen Entscheidungsfreiheit lässt man uns noch. :)

Erklärung zur Frage

... an Land nennen wir das "allgemeine Sorgfaltspflicht". Und auch dabei geht es nicht (nur) um Gesetze oder Vorschriften. Es geht um unsere Gesundheit und unser Leben. Und um das Leben und die Gesundheit der Anderen.
Nr. 78 Punkte 2 Fragebogen 2, 9

Welche Sicherheitsmaßnahmen hat der Fahrzeugführer im Rahmen seiner seemännischen Sorgfaltspflicht vor Fahrtantritt zum Schutze und für die Sicherheit der Personen an Bord zu treffen?

Der Fahrzeugführer hat die Gäste an Bord über die Sicherheitsvorkehrungen an Bord zu unterrichten, in die Handhabung der Rettungs- und Feuerlöschmittel einzuweisen und auf geeignete Maßnahmen gegen das Überbordfallen hinzuweisen.

Erklärung zur Antwort

Nur die Gäste einweisen? ... Sehr praktikabel. Da trennt sich in der Besatzung dann die Spreu vom Weizen, sobald es haarig wird. Und die überlebenden Besatzungsmitglieder bekommen danach bestimmt tolle Jobangebote.
Der Fahrzeugführer hat die verantwortlichen Besatzungsmitglieder über die Sicherheitsvorkehrungen an Bord zu unterrichten, in die Handhabung der Rettungs- und Feuerlöschmittel einzuweisen und auf geeignete Maßnahmen gegen das Überbordfallen hinzuweisen.

Erklärung zur Antwort

Nur die Besatzungsmitglieder unterweisen? ... Auch ein guter Plan. :)
Der Fahrzeugführer hat die Besatzungsmitglieder und Gäste über die Sicherheitsvorkehrungen an Bord zu unterrichten, in die Handhabung der Rettungs- und Feuerlöschmittel einzuweisen und auf geeignete Maßnahmen gegen das Überbordfallen hinzuweisen.

Erklärung zur Antwort

Du wirst es nicht glauben: Das ist sogar sinnvoll. Also das Einweisen ALLER Leute an Bord in die Sicherheitsmittel. ;)
Der Fahrzeugführer muss die Besatzungsmitglieder und Gäste anweisen, dass sie sich über die Sicherheitsvorkehrungen an Bord informieren, sich die Gebrauchsanweisungen der Rettungs- und Feuerlöschmittel ansehen und auf geeignete Maßnahmen gegen das Überbordfallen achten.

Erklärung zur Antwort

Die Leute anweisen, dass sie sich selbst informieren? Cool! Demnächst hören wir dann im Flieger: "Sehr geehrte Damen und Herren, hier spricht ihr Kapitän. Wenn Sie unter Ihren Sitz greifen, finden Sie die Notfallpläne und Gebrauchsanleitungen für die Sicherheitsausrüstungen. Lesen Sie sie bitte allein durch. Die letzte lesekundige Flugbegleiterin hat gestern gekündigt..."

Erklärung zur Frage

Das ist mal wieder so eine Hammerfrage, hm?! Jede Menge Text - und der Teufel steckt, wie stets, im Detail. Also lies genau und sortiere aus, was Quatsch ist! ;)
Nr. 79 Punkte 2 Fragebogen 1

Was bedeutet das "Manöver des letzten Augenblicks"?

Ausweichmanöver des Kurshalters und des Ausweichpflichtigen.

Erklärung zur Antwort

Beinahe ein bisschen richtig! Wenn beide ausweichen KANN (nicht: muss) es das Ausweichmanöver des Kurshalters sein. Also falsch.
Ausweichmanöver des Kurshalters oder des Ausweichpflichtigen.

Erklärung zur Antwort

Hääääää? Wie jetzt?! Nun werden wir auch noch beliebig, oder was?! Wenn der Ausweichpflichtige ausweicht, nennen wir das "Ausweichmanöver". Wenn der Kurshalter ausweichen muss, nennen wir das "Manöver des letzten Augenblicks (vor dem Knall)"
Ausweichmanöver des Kurshalters.

Erklärung zur Antwort

Jawollja! Der Kurshalter muss den Kurs halten, bis ... bis er ausweichen muss, damit es nicht knallt, weil die Knalltüte von Ausweichpflichtigem gepennt hat...
Ausweichmanöver des Ausweichpflichtigen.

Erklärung zur Antwort

Quatsch! Das nennen wir dann einfach nur "Ausweichmanöver". Auch wenn er es erst im letzten Augenblick macht, bevor wir unser Manöver des letzten Augenblicks (vor dem Knall) machen müssen.

Erklärung zur Frage

Auf dem Wasser kennen wir keine "Ausweichpflicht", sondern eine "Kurshaltepflicht". Der Hintergrund ist einfach: Da wir keine Straßen oder Straßenbegrenzungen haben, ist "Ausweichen" eine relative Sache. Und wenn man dabei Fehler macht, knallt es trotzdem. Dabei solltest du bedenken, dass die Regeln aufgestellt wurden, als wir diesen "Wenn es eng wird, rechts halten" Grundsatz noch nicht vom Auto kannten.

Und so kamen wir zum "Manöver des letzten Augenblicks", das immer der KursHALTER macht. Und zwar im letzten Augenblick vor dem Zusammenstoß. Und auch nur dann, wenn der Andere nicht weit genug (oder gar nicht) ausweicht.

Nr. 80 Punkte 2 Fragebogen 7, 8

Wann ist das "Manöver des letzten Augenblicks" durchzuführen?

Es muss durchgeführt werden, wenn ein Zusammenstoß durch Manöver des Ausweichpflichtigen allein nicht mehr vermieden werden kann.

Erklärung zur Antwort

Das ist die formal richtige Erklärung.
Es muss durchgeführt werden, wenn ein Zusammenstoß durch Manöver des Kurshalters allein nicht mehr vermieden werden kann.

Erklärung zur Antwort

Nein, der Kurshalter muss den Kurs halten. Punkt.
Es muss im letzten Augenblick von jedem durchgeführt werden, wenn ein Zusammenstoß sonst nicht mehr vermieden werden kann.

Erklärung zur Antwort

Das Manöver des letzten Augenblicks kann nur - und ausschließlich - vom Kurshalter durchgeführt werden.
Es muss kurz vor der Kollision durchgeführt werden, wenn sonst ein Zusammenstoß durch Manöver des Kurshalters allein nicht mehr vermieden werden kann.

Erklärung zur Antwort

Durch Manöver des Kurshalters? Hallo? Geht's noch?! Der Ausweichpflichtige ist ausweichpflichtig!

Erklärung zur Frage

Wann es durchzuführen ist? Wann tritt die Dunkelheit ein? Wenn das Licht weg ist? - Wann ist also ein Manöver des LETZTEN AUGENBLICKS durchzuführen? ;)

Bleibt nur noch die Frage nach dem "Wer?":

Und die Antwort ist wirklich einfach. Auf See haben wir einen, der den Kurs HALTEN MUSS. Und wir haben einen, der AUSWEICHEN MUSS. Ganz strikt getrennt! Wenn aber der Ausweichpflichtige pennt oder es allein nicht schafft, dann führen wir das Manöver des letzten Augenblicks aus und vermeiden so (hoffentlich) die Katastrophe.

Deshalb ist es ja so wichtig, dass der Ausweichpflichtige so früh wie möglich und so deutlich erkennbar wie möglich ausweicht.

Im Zweifel machen wir also lieber mal einen großen Bogen, als zu knapp am Anderen vorbeifahren zu wollen!

Nr. 84 Punkte 2 Fragebogen 11, 12

Welche besonderen Maßnahmen sind bei verminderter Sicht zu treffen?

Es muss mit sicherer, den verminderten Sichtverhältnissen angepasster Geschwindigkeit gefahren werden, es müssen Schallsignale gegeben werden, es müssen Positionslichter eingeschaltet werden und es muss der Radarreflektor eingesetzt werden.

Erklärung zur Antwort

Der Radarreflektor hilft zwar, dass die Großen mit ihren fetten Radargeräten uns schwerer übersehen können, weil er das Radarsignal verstärkt; aber müssen musst du nicht... Er ist nicht vorgeschrieben.
Es muss mit sicherer, den verminderten Sichtverhältnissen angepasster Geschwindigkeit gefahren werden, es müssen Schallsignale gegeben werden, es müssen Positionslichter eingeschaltet werden und es muss gehörig Ausguck gegangen werden.

Erklärung zur Antwort

Langsam fahren, Schallsignale geben, Lichter an und Ausguck gehen? Yep, das ist richtig so.
Es muss mit verminderter Geschwindigkeit gefahren werden, es müssen Schallsignale gegeben werden, es müssen Positionslichter eingeschaltet werden und es muss das AIS (Automatic Identifikation System) eingeschaltet werden.

Erklärung zur Antwort

AIS haben noch weniger Sportbootfahrer, als es Sportboote mit Radar gibt. Und nein, es ist nicht vorgeschrieben. Aber Ausguck musst du gehen. DAS ist vorgeschrieben. Und es fehlt hier.
Es muss mit sicherer, den verminderten Sichtverhältnissen angepasster Geschwindigkeit gefahren werden, es müssen Schallsignale gegeben werden, das Radargerät muss eingeschaltet werden und es muss Ausguck gegangen werden.

Erklärung zur Antwort

Das Radargerät muss nicht eingeschaltet werden. Je nach Wetter- und Wellenverhältnissen hilft es uns sowieso nicht allzu viel. Aber die Lichter müssen angehen. Und das fehlt in dieser Antwort.

Erklärung zur Frage

Verminderte Sicht ist, wie auf der Straße auch, ein echtes Problem.

Anders aus auf der Straße können große Schiffe nämlich nur nach vielen hundert Metern anhalten oder den Kurs so ändern, dass sie uns nicht versenken.

Und das bedeutet für uns, dass wir in diesen Zeiten aber sowas von extrem aufpassen und alles tun müssen, um wahrgenommen zu werden.

Nr. 164 Punkte 2 Fragebogen 5, 15

Wann ist das "allgemeine Gefahr- und Warnsignal" zu geben?

Wenn ein Fahrzeug einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann.

Erklärung zur Antwort

Tückisch, dreckig, fiese und gemein. Ja, das KÖNNTE die richtige Antwort sein. Es gibt aber eine bessere, weil allgemeiner gehaltene und damit überall gültige.
Wenn ein Fahrzeug ein anderes Fahrzeug im Fahrwasser an Steuerbord überholen will.

Erklärung zur Antwort

Hääääää? Sobald ich dich überholen muss, stellst du für mich eine Gefahr dar, oder wie jetzt?!
Wenn ein Fahrzeug ein anderes Fahrzeug gefährdet oder durch dieses selbst gefährdet wird.

Erklärung zur Antwort

Wenn du - oder ein anderer(!) - in Gefahr ist oder jemanden gefährdet.
Wenn ein Fahrzeug ein anderes Fahrzeug zur Hilfeleistung auffordert.

Erklärung zur Antwort

Nein, das allgemeine Gefahrensignal ist nur ein "besonderes Achtungssignal". Es fordert niemanden auf, Hilfe zu leisten oder etwas anderes zu tun, als nachzuschauen (und gegebenenfalls darauf zu reagieren), ob man selbst die Gefahrenquelle ist bzw. ob man sich selbst in Gefahr befindet.

Erklärung zur Frage

Das Gefahrensignal ist kein Notsignal. Das darfst du immer dann verwenden, wenn eine Gefahr für dich - oder für andere - besteht und du darauf aufmerksam machen willst. Denn sobald es das berüchtigte Signal gibt (— • • • • — • • • •), wird dir die Aufmerksamkeit sicher sein. ... Also sollte zumindest. ;)
Nr. 171 Punkte 2 Fragebogen 1, 5

Wo ist das Ankern verboten?

Im Fahrwasser, an Engstellen und in unübersichtlichen Krümmungen; im Umkreis von 300 m von schwimmenden Geräten, Wracks und sonstigen Schifffahrtshindernissen, Kabeltonnen und sonstigen Stellen für militärische und zivile Zwecke; vor Hafeneinfahrten, Schleusen, Anlegestellen und Sielen sowie in den Zufahrten des Nord-Ostsee-Kanals; innerhalb von Fähr- und Brückenstrecken; 300 m vor und hinter Ankerverbotszeichen.

Erklärung zur Antwort

Na? Hast du es gewusst? Oder geraten?
Im Fahrwasser, an Engstellen und in unübersichtlichen Krümmungen; im Umkreis von 300 m von schwimmenden Geräten, Kabeltonnen und sonstigen Stellen für militärische und zivile Zwecke; vor Hafeneinfahrten, Schleusen, Anlegestellen und Sielen sowie in den Zufahrten des Nord-Ostsee-Kanals und in Vogelschutz- und Naturschutzgebieten sowie generell innerhalb von Nationalparks.

Erklärung zur Antwort

Yep, auch in Nationalparks darfst du in der Tat park... errrr ankern.
Im Fahrwasser, auf Seeschifffahrtsstraßen, an Engstellen und in unübersichtlichen Krümmungen; im Umkreis von 300 m von schwimmenden Geräten, Wracks und sonstigen Schifffahrtshindernissen, Kabeltonnen und sonstigen Stellen für militärische und zivile Zwecke; vor Hafeneinfahrten, Schleusen, Anlegestellen und Sielen sowie in den Zufahrten des Nord-Ostsee-Kanals; innerhalb von Fähr- und Brückenstrecken; 300 m vor und hinter Ankerverbotszeichen.

Erklärung zur Antwort

Und? Hast du das falsche Wort gefunden? "Seeschifffahrtsstraßen" ist es. Auch dort darfst du prinzipiell ankern, denn eine "Seeschifffahrtsstraße" ist laut Gesetz keine Straße, sondern eine ganze Wasserfläche. (also die gesamte 3-Meilen-Zone, sowie diverse andere, im Gesetz beschriebene Wasserflächen)
Im Fahrwasser, wenn es durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion bekanntgemacht worden ist. Außerhalb des Fahrwassers auf Abschnitten, die durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion bekanntgemacht oder durch entsprechende Sichtzeichen bezeichnet sind.

Erklärung zur Antwort

Nope, so eine "Bekanntgabe von öffentlichen Ankerplätzen" gibt es gar nicht. Wäre auch ziemlich blödsinnig und extrem aufwändig.

Erklärung zur Frage

:) Bei dieser Vielzahl an Antwortmöglichkeiten hätten sie uns mal lieber fragen sollen, wo es erlaubt ist, hm?!

Naja, wie so oft steckt bei diesen Aufzählungen der Teufel im Detail: Finde das falsche Wort, dann hast du die falschen Antworten. Die letzte Antwort, die übrig bleibt, ist die richtige.

Nr. 172 Punkte 2 Fragebogen 7, 10, 14

Was ist zu unternehmen, um die Schifffahrt zu warnen, wenn das eigene Fahrzeug gesunken ist und ein Schifffahrtshindernis darstellt?

Man informiert die Schifffahrtspolizeibehörde und gibt nach Möglichkeit die Position an.

Erklärung zur Antwort

So ist es gut. Also ... eigentlich nicht, denn das blöde Boot ist nun ein Riff für die Fische. Aber es ist das Richtige, was du hier machst.
Man informiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, damit das Hindernis gekennzeichnet werden kann.

Erklärung zur Antwort

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird dich zweifellos aus deiner misslichen Lage retten, aber es ist nicht ihre Aufgabe, die Schifffahrt zu warnen, dass du "Schiffe versenken" zu wörtlich genommen hast.
Man informiert das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und gibt nach Möglichkeit die Position an.

Erklärung zur Antwort

Das ist nett. Aber die bekommen es sowieso mit, weil sie von der Schifffahrtspolizeibehörde darüber informiert werden. (Ganz ehrlich: In der Praxis wäre es scheißegal, an welche Behörde du dich wendest: Sie würden in jedem Fall die Informationskette anstoßen. Aber in der Prüfung dürfen wir das nicht ankreuzen. Sonst sind die Beamten beleidigt.)
Man gibt ein Seenotsignal ab.

Erklärung zur Antwort

Ein Seenotsignal? - Das wäre fatal. Und es könnte deine ohnehin schon ordentlichen Kosten nochmals erhöhen: Notsignale geben wir auf dem Wasser NUR - und wirklich NUR - dann, wenn Leib und Leben in Gefahr sind. In der Frage steht aber nix von "Gefahr für dich oder dein Leben".

Erklärung zur Frage

Unser Boot ist wech? - Na sowas aber auch!

Abgesehen davon, dass es ein teurer Spaß ist, wenn du es nicht gut versichert hast, musst du dich natürlich darum kümmern. Einfach in den Straßengraben schieben oder im Wald verstecken geht hier ja nicht.

Also brauchen wir am besten die Position, an der es gesunken ist. Das macht das Suchen billiger.

Und darüber hinaus müssen wir die Behörden informieren, damit die unsere Seekarten um eine Wrack-Attraktion reicher machen können.

Nr. 256 Punkte 2 Fragebogen 14

Wie lang sollte eine Schleppleine bei starkem Seegang sein?

Mindestens zwei- oder dreifache Wellenhöhe.

Erklärung zur Antwort

WellenHÖHE? Das ist nur die halbe Miete! Und folglich ist die Leine auch um die Hälfte zu kurz. Bei 2-facher Wellenhöhe ist sie also genau so lang, dass dein Abgeschleppter maximale Geschwindigkeit erreichen kann, wenn er in deinem Heck einschlägt.
Mindestens zwei- oder dreifache Schiffslänge.

Erklärung zur Antwort

Schiffslänge? Die hat nun aber gar nix damit zu tun. Die WELLEN sind gefährlich. Nicht die Schiffe.
Mindestens zwei- oder dreifache Wellenlänge.

Erklärung zur Antwort

WellenLÄNGE? Sehr gut!
Mindestens zwei- oder dreifache Wassertiefe.

Erklärung zur Antwort

Wassertiefe? Sehr lustig, wenn du im Pazifik jemanden abschleppen willst. Kannst du dir vorstellen, wie schwer eine 11 km lange Schleppleine werden kann? Das sind mal eben einige Tonnen. Vorsichtig geschätzt. Und woher willst du so ein Gerät nehmen? Oder willst du die 11 km unter Deck liegen haben? Nur für den Fall der Fälle?

Erklärung zur Frage

Einfache Faustregel: Schleppleinen sollten immer MINDESTENS 2-3 Wellenlängen lang sein. Das bedeutet: Wenn der Abgeschleppte nicht mehr zu sehen ist, weil er hinter den Wellen verschwindet, dann ist die Schleppleine lang genug.

Der Grund sind die Berg-und-Tal-Fahrten über die Wellen. Und du kannst dir sicher vorstellen, dass runter schneller und leichter als rauf geht, oder?! Das gilt aber auch für den Abgeschleppten. Und wenn das Seil zu kurz ist, kracht er dir bei jeder Talfahrt ins Heck. Mit Anlauf. Wie lange hält das dein Boot wohl aus?! ;)

Nr. 257 Punkte 2 Fragebogen 9

Was ist zu beachten, wenn ein Sportboot geschleppt werden soll?

Die Schleppleine ist den Wetterverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Gleitfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.

Erklärung zur Antwort

Den Wetterverhältnissen anpassen? Bei Sonnenschein gibt's die gelbe Schleppleine; bei Regen nehmen wir eine von den grauen, oder wie?! Und Gleitfahrt! Das geht schon mal gar nicht!
Die Schleppleine ist den Wetterverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die das schleppende Fahrzeug frei fahrend bei Gleitfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.

Erklärung zur Antwort

Den Wetterverhältnissen passen wir beim Schleppen gar nix an. Höchstens unsere Kleidung. Und die Geschwindigkeit ist dem LANGSAMSTEN anzupassen! Schon gar nicht dem Schlepper! Abgesehen davon ist Gleitfahrt völliger Unfug und beim Schleppen lebensgefährlich!
Die Schleppleine ist den Seegangsverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die der Anhang frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.

Erklärung zur Antwort

Leine und Geschwindigkeit anpassen? Das klingt schon mal gut, oder?! Auch das "ruckartige Steifkommen", also das zu schnelle Anfahren, sollten wir tunlichst vermeiden, wollen wir unserem Geschleppten nicht die Klampen gleich reihenweise abreißen.
Die Schleppleine ist den Seegangsverhältnissen anzupassen. Die Schleppgeschwindigkeit darf nicht größer sein als die Geschwindigkeit, die das schleppende Fahrzeug frei fahrend bei Verdrängerfahrt erreichen kann. Ein ruckartiges Steifkommen der Schleppleine ist zu vermeiden.

Erklärung zur Antwort

Geschwindigkeit dem schleppenden Fahrzeug anpassen? Blödsinn! Der LANGSAMSTE bestimmt die Geschwindigkeit. Sonst gibt's Bruch!

Erklärung zur Frage

Schleppen? Das funktioniert fast wie auf der Straße: Fährst du 200 km/h, wenn der Geschleppte höchstens 150 km/h schafft, zerreißt's den Geschleppten einfach mitten durch. Fährst du ruckartig an, reißt im besten Fall nur das Seil. Im schlimmsten Fall hast du nach wenigen Metern nur noch seine Achse am Abschleppseil.

Auf dem Wasser kommt nur ein Punkt dazu: Berg-und-Tal-Fahrten. Verursacht durch die Wellen, die du mal rauf- mal runterfährst. Und du kannst dir sicher vorstellen, dass runter schneller und leichter als rauf geht, oder?! Das gilt aber auch für den Abgeschleppten. Und wenn das Seil zu kurz ist, kracht er dir bei jeder Talfahrt ins Heck. Mit Anlauf. Wie lange hält das dein Boot wohl aus?! ;)

Nr. 258 Punkte 2 Fragebogen 12, 13

Womit kann ein steuerunfähiges Sportboot mit dem Bug in den Wind gehalten werden?

Mit achteraus ausgebrachtem Treibanker oder ähnlichen schwimmfähigen Gegenständen.

Erklärung zur Antwort

Mooooment! Treibanker ist ja gut. Aber hinten? Was soll der h-i-n-t-e-n? Da bremst er das Heck und folglich dreht sich das Schiff mit dem Hintern in den Wind! Falsch, wenn es doch eigentlich der Bug sein sollte, oder?!
Mit vorn und achtern ausgebrachten Treibankern oder anderen geeigneten schwimmfähigen Gegenständen.

Erklärung zur Antwort

Vorn UND hinten? Aha. Im besten Fall passiert nix, außer dass du nachher das Getüddel am Schwert oder Kiel abmachen musst. Im schlimmsten Fall legt sich dein Boot dann quer in Wind und Welle und wird zum Kentern gebracht. Aber vielleicht bist du ja Kanute und stehst auf Eskimorollen bei jeder dritten Welle? Für alle anderen ist diese Antwort nicht nur falsch, sie ist auch dumm und lebensgefährlich!
Durch wiederholtes kurzes Ein- und Auskuppeln der Antriebsmaschine.

Erklärung zur Antwort

Wiederholt ein- und auskuppeln bringt ... Was genau? Beim manchen Antrieben wird damit die Schraube blockiert bzw. freigegeben, so dass sie sich wieder frei mit der Strömung drehen kann. Im Zweifel würdest du also den Hintern (= Heck, hinten) in den Wind recken. Ziemlich falsch, oder?!
Mit dem Treibanker oder anderen geeigneten schwimmfähigen Gegenständen.

Erklärung zur Antwort

Treibanker? Sehr guter Plan! "Geeignete schwimmfähige Gegenstände" können auch (lange) Leinen, wie Vorleine, Großschot oder sonstige Dinger sein. Wenn du sie gut festmachen kannst, geht auch die Pütz (= Eimerchen für das Wasserschaufeln ;)) und im Zweifel auch ein Vorsegel.

Erklärung zur Frage

Du bist steuerunfähig, kannst also den Kurs nicht mehr selbst bestimmen. Und trotzdem ist es ziemlich wichtig, die Wellen nicht breitseits zu bekommen oder achtern auflaufen zu lassen, damit sie ins Boot schwappen. Also versuchst du, dein Boot mit dem Bug (= Spitze, vorne) in den Wind zu bekommen und dort zu halten. Wie mag das wohl klappen?
Nr. 259 Punkte 2 Fragebogen 14

Warum sollte bei starkem Seegang die Fahrt vermindert werden?

Um das Austauchen der Schraube zu vermeiden und Kraftstoff zu sparen.

Erklärung zur Antwort

Kraftstoff sparen? Das dürfte bei starkem Seegang deine kleinste Sorge sein. Versprochen!
Um Schäden durch Seeschlag zu vermeiden.

Erklärung zur Antwort

Als Seeschlag bezeichnen wir die Auswirkungen der Wellen und Brecher, die über das Deck fegen und jeden umhauen, der im Weg steht. Auch (und besonders gerne) Sprayhoods, Masten, Menschen und überhaupt alles, was weniger als ein paar Tonnen wiegt oder nicht festgeschweißt ist.
Um die Schlinger- und Rollbewegungen zu minimieren.

Erklärung zur Antwort

Blödsinn! Rollen, also das seitliche Schaukeln, wird durch die Geschwindigkeit bei starkem Seegang nicht mehr wirklich beeinflussbar. Da ist die Fahrtrichtung deutlich entscheidender. Und Schlingern, also die Bewegung des Schiffes um alle Achsen, ist ebenfalls nicht mehr wirklich durch Geschwindigkeit beeinflussbar. Auch hier ist die Fahrtrichtung samt der Wellenhöhe entscheidender.
Um Schiffs- und Wellenlänge nicht in Resonanz zu bringen.

Erklärung zur Antwort

Ach was?! Bist du Esoteriker, oder was?! Die Wellenlänge ergäbe einen tiefen Brummton. Wenn Schiff und Welle also synchron schwingen, kannst du dazu "Oooommmmmm" brummen, oder wie jetzt?!

Erklärung zur Frage

Wir versetzen uns mal in die Situation: Starker Seegang bedeutet hohe, sehr hohe Wellen. So 2-5 Meter auf der Ostsee, auf anderen Meeren auch deutlich mehr. Selbst 20 Meter können Wellen erreichen. (Es ist also nicht wie auf dem Binnensee, wo 20-cm-Wellen schon Panik auslösen. ;))

Warum sollte man da wohl die Fahrt verringern?

Könnte es vielleicht daran liegen, dass die Wellen mit ungeheurer Gewalt aufs Boot krachen? Und könnte es auch damit zu tun haben, dass es nicht lustig ist, wenn mehrere Tonnen Wasser aufs Boot knallen? Liegt es vielleicht auch daran, dass das Boot im unglücklichen Fall regelrecht über die Wellen SPRINGEN - und in die Wellentäler hinein im Freiflug landen - würde, wenn wir zu hastig fahren? ... Was denkst du?!

Nr. 271 Punkte 2 Fragebogen 1, 15

Wie hat man seine Fahrweise im Fahrwasser bei verminderter Sicht aufgrund seemännischer Sorgfaltspflicht einzurichten, wenn das Fahrzeug nicht über die technische Ausrüstung, insbesondere zur Ortung anderer Fahrzeuge, verfügt?

Umsichtig, aber zügig weiterfahren, um den übrigen Verkehr nicht zu behindern. Beim Hören fremder Nebelsignale aufstoppen und abwarten, dabei fortlaufend die Wassertiefe loten.

Erklärung zur Antwort

Häää? Zügig fahren? Im unsichtigen Wetter (Nebel, Schneesturm, Regen)? Geht's noch?! Wir fahren dann HÖCHSTENS so schnell, dass wir noch in Sichtweite aufstoppen können. Das verlangt schon die Sorgfalts-Pflicht! Darüber hinaus macht das Loten der Wassertiefe hier überhaupt keinen Sinn.
Unverzüglich die Fahrt einstellen und ankern, wenn dies nicht möglich ist, vorsichtig weiterfahren und möglichst im Kielwasser eines vorausfahrenden Fahrzeugs halten.

Erklärung zur Antwort

Fahrt einstellen und ankern? Im Fahrwasser? Ganz schlechte Idee, das!
Im Fahrwasser äußerst rechts halten und den nächstgelegenen Hafen oder Liegeplatz anlaufen. Im Zweifel andere Fahrzeuge nach Position und richtigem Kurs fragen.

Erklärung zur Antwort

Sehr lustig. Der erste Satz hat ja noch Logik. Aber der zweite? Stelle dir das doch mal praktisch vor: Da werden 200 Schiffe vom Nebel überrascht. Nun schnattern die alle über Funk durcheinander, um sich gegenseitig über die eigene Position und den richtigen Kurs zum nächsten Hafen auszustauschen.
Das Fahrwasser verlassen und wenn möglich, Flachwassergebiet aufsuchen und ankern. Wenn dies nicht möglich ist, im Fahrwasser äußerst rechts halten.

Erklärung zur Antwort

Fahrwasser verlassen? Gute Idee! Flachwasser aufsuchen, weil sich da die Großen nicht hintrauen? Ausgezeichneter Gedanke! Notfalls im Fahrwasser bleiben, dann aber schön weit rechts - am Besten sogar Slalom um die Tonnen - fahren? Ja, wenn es gar nicht anders geht, ist das immer noch eine akzeptable Notlösung. Vor allem hätte ich bei so schlechter Ausrüstung aber die ganze Zeit gesträubte Nackenhaare und würde bestimmt 3 Kilo verlieren.

Erklärung zur Frage

Wir haben keine ausreichenden Ortungsmittel? Kein Radar? Kein AIS? .... Hmmmmm, also an deiner Stelle hätte ich jetzt einen dicken Bolzen in der Hose und wäre sehr, sehr, sehr vorsichtig...
Nr. 272 Punkte 2 Fragebogen 3

Wozu dient primär das Automatische Identifikationssystem (AIS)?

Der Positionsbestimmung.

Erklärung zur Antwort

Positionsbestimmung? Bist du wahnsinnig? Das Ding aktualisiert im Zweifel gar nicht schnell genug, als dass du ihm trauen könntest!
Der Kollisionsverhütung.

Erklärung zur Antwort

So ist es: Draufgucken, wo die anderen sind und wo sie (ungefähr) hinfahren. Und dann im großen Bogen drum herum fahren.
Dem Empfang von Wetterdaten.

Erklärung zur Antwort

Wetterdaten haben mit AIS aber nun wirklich gar nix zu tun! Basta!
Dem Senden nautischer Warnnachrichten.

Erklärung zur Antwort

Nautische Warnnachrichten? Mit AIS? Vermutlich wäschst du deine Kochwäsche auch im Backofen, oder?!

Erklärung zur Frage

Das AIS ist ein IDENTIFIKATIONS-System. Und wie der Name schon sagt, dient es dazu, sich (und andere) zu identifizieren, also Informationen über sie zu erhalten. Dazu gehören Gewicht, Größe, Breite, Tiefgang und andere statische Daten; aber auch Kurs, Geschwindigkeit und andere dynamische Daten. Klar soweit?! - Dann beantworte die verdammte Frage richtig!
Nr. 273 Punkte 2 Fragebogen 4

Welche Informationen können über das Automatische Identifikationssystem (AIS) ausgetauscht werden?

Schiffsdaten (statisch und dynamisch), Wetterdaten.

Erklärung zur Antwort

Wetterdaten? AIS hat mit "I", wie IDENTIFIKATION, zu tun, nicht mit "W", wie Wetter.
Schiffsdaten (dynamisch), Wetterdaten.

Erklärung zur Antwort

An dieser Antwort ist ja fast alles falsch, was falsch geht: Es fehlen die statischen Daten. Und es sind nicht Wetter-, sondern reisebezogene Daten.
Schiffsdaten (statisch), reisebezogene Daten.

Erklärung zur Antwort

Statische Daten? Richtig. ... Aber wo sind die dynamischen Daten, wie Kurs und Geschwindigkeit?
Schiffsdaten (statisch und dynamisch), reisebezogene Daten.

Erklärung zur Antwort

Statische und dynamische Daten. Richtig. Reisebezogene Daten. Auch richtig.

Erklärung zur Frage

Statische Schiffsdaten sind Daten, die immer gleich bleiben; also beispielsweise Gewicht, Länge, Breite, Höhe.

Dynamische Schiffsdaten sind alle Daten, die sich ändern können; also etwa die Geschwindigkeit oder der Kurs.

Und reisebezogene Daten sind Informationen zu "Wo kommt er her? Wo will er hin?" ... Sobald wir das gerafft haben, ist die Antwort unserer schon fast nicht mehr würdig.

Nr. 274 Punkte 2 Fragebogen 7

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind an Bord aufgrund der seemännischen Sorgfaltspflicht neben den in den Kollisionsverhütungsregeln vorgeschriebenen Verhaltensmaßregeln bei verminderter Sicht zu treffen?

Insbesondere alle technischen Anlagen, z. B. Radar, AIS, Echolot, Selbststeueranlage einschalten und in einem Revier mit Landradarberatung die Radarberatung über UKW-Sprechfunk anfordern.

Erklärung zur Antwort

Radarberatung fordert man nicht an. Die bekommt man unaufgefordert. Also brav zuhören.
Insbesondere alle Navigationsanlagen, z. B. Radar, AIS, Echolot, sorgfältig gebrauchen und in einem Revier mit Landradarberatung die Radarberatung über UKW-Sprechfunk mithören.

Erklärung zur Antwort

Alles anschalten, was helfen kann. So ist es.
Insbesondere alle technischen Anlagen, z. B. Radar, Echolot, AIS, Selbststeueranlage, einschalten und die Verkehrszentrale ständig über Kurs und Geschwindigkeit informieren.

Erklärung zur Antwort

Die Selbststeueranlage anschalten? Im Nebel, wo wir gegebenenfalls in Sekunden reagieren können müssen?! ... Guter Plan! Aber bevor du das machst und eventuell dein Boot versenkst: Willst du es mir nicht schenken?! Ich würde sorgfältiger mit dem Boot und den Menschen darauf umgehen. Versprochen!
Insbesondere alle Navigationsanlagen, z. B. Radar, AIS, Echolot, sorgfältig gebrauchen und die Verkehrszentrale ständig über Kurs und Geschwindigkeit informieren.

Erklärung zur Antwort

Die Verkehrszentrale informieren? Natürlich. Die haben bei solchem Wetter nix besseres zu tun, als hunderten Schiffen bei der - minütlichen? - Aktualisierung ihrer Position zuzuhören. Dann können sie wenigstens vom Radar und AIS weggehen und einen Kaffee holen oder aufs Klo gehen, ohne dich zu vermissen. :)

Erklärung zur Frage

"Verminderte Sicht" meint nicht "Sichttrübung unter Einfluss von Alkohol". Nur dass wir uns einig sind... Vielmehr ist damit gemeint, dass du im Nebel steckst, dass es Bindfäden regnet, oder dass ein Schneetreiben dich nix mehr sehen lässt.
Nr. 275 Punkte 2 Fragebogen 13

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind auf See vor Eintritt von schwerem Wetter (Starkwind, Sturm) zu treffen?

Verschlusszustand herbeiführen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste und andere Rettungsmittel bereithalten bzw. anlegen, Seenotsignalmittel zum Einsatz vorbereiten.

Erklärung zur Antwort

Alles nett. Aber es gibt eine bessere Antwort. (Zumindest, wenn du nicht gerade mitten auf dem großen Ozean herumtreibst.)
Verschlusszustand herbeiführen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste und andere Rettungsmittel bereithalten bzw. anlegen; wenn erforderlich und möglich, Schutzhafen anlaufen.

Erklärung zur Antwort

Das ist die - in der Prüfung - richtigste Antwort. Mit deinem 3-Meilen-Schein bist du theoretisch nie weit weg von einem Hafen. Also hin da, wenn Sturm kommt!
Türen schließen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste und andere Rettungsmittel bereithalten bzw. anlegen, Radar, Ruder und UKW besetzen.

Erklärung zur Antwort

Türen schließen reicht nicht! Auch Fenster zu! Und überhaupt: Alles dicht machen, was dicht zu machen geht. Das betrifft auch den Niedergang, also die Treppe nach unten! Und darüber hinaus ist das Besetzen des Funkgerätes eine Dauerpflicht und nicht erst im Sturm erforderlich.
Türen schließen, lose Gegenstände festzurren, Rettungsweste und andere Rettungsmittel bereithalten bzw. anlegen, Seenotsignalmittel zum Einsatz vorbereiten.

Erklärung zur Antwort

Nur die Türen? Und was ist mit Fenstern, Luken, Niedergang und all den anderen Löchern im Boot?!

Erklärung zur Frage

Wir versetzen uns mal in die Situation: Es soll Sturm geben, also richtig schaukeln. Außerdem heftige Wellen mit ordentlicher Höhe. Da schwappt einiges über das Boot weg. ... Vorstellbar? Ja? ... Warum findest du dann die richtige Antwort nicht?!
Nr. 276 Punkte 2 Fragebogen 10

Mit welchen Hilfsmitteln kann eine im Wasser treibende Person schnell und sicher an Bord genommen werden?

Leinenverbindung, Badeleiter, Treibanker, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje.

Erklärung zur Antwort

Mit dem Treibanker wirst du nur selten Erfolge haben.
Leinenverbindung, Großbaum, Ankerkette, Talje, Badeleiter, Rettungsschlaufe.

Erklärung zur Antwort

Die Ankerkette? Na klar doch: Der Typ, der da im Wasser schwimmt, wiegt dank der nassen Klamotten gefühlte 3 Tonnen. Da hängen wir ihm noch schnell eine Ankerkette um. Als Gegengewicht, oder wofür?!
Leinenverbindung, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje, Badeleiter, Großbaum.

Erklärung zur Antwort

Yep. Außerdem alles, was dir sonst noch so einfällt (außer Ankerkette!). :)
Leinenverbindung, Badeleiter, Rettungsboje, Bergenetz, Großbaum, Talje.

Erklärung zur Antwort

Die Rettungsboje? Okay, wir werfen ihm eine kleine, armdünne und ca. 30 cm lange Boje hinterher. Das Ding kann kaum allein schwimmen. ... Und dann? Dann geht er wenigstens nicht allein unter, oder was?!

Erklärung zur Frage

Und wieder eine Frage aus der Rubrik: "Wie viele Dinge kannst du dir merken? Wir testen das mal!"
Nr. 277 Punkte 2 Fragebogen 6

Was ist zu tun, wenn das Fahrzeug gekentert ist?

Möglichst am Fahrzeug bleiben und Seenotsignale geben. Die Besatzung zusammenhalten und unnötigen Kräfteverschleiß vermeiden.

Erklärung zur Antwort

Seenotsignale? Nur weil du ein bisschen gekentert (= umgefallen) bist? Hallo? Du bist See-... errr ... dings, ... na, ... bär! Da ist Wasser dein Element! Notsignale gibst du nur - und wirklich NUR - dann, wenn Leib und Leben in Gefahr sind! Ganz egal, ob gekentert oder nicht.
Möglichst am Fahrzeug bleiben und die Besatzung zusammenhalten; Wertgegenstände und Seetagebuch bergen.

Erklärung zur Antwort

Wertgegenstände und Seetagebuch bergen? Das kannst du machen. Aber es ist nicht deine ERSTE und schon gar nicht deine WICHTIGSTE Aufgabe!
Möglichst am Fahrzeug bleiben und die Besatzung zusammenhalten; unnötigen Kräfteverschleiß vermeiden und Aufmerksamkeit zur Hilfeleistung erregen.

Erklärung zur Antwort

Am Fahrzeug bleiben (bis es sinkt, bietet es dir Auftrieb); Besatzung zusammenhalten (Menschenleben retten!), Kräfteverschleiß vermeiden(Das Wasser raubt dir deine Kräfte ziemlich schnell), Aufmerksamkeit erregen (KEIN NOTFALL, also KEINE NOTSIGNALE!) ... so ist's fein. :)
Möglichst am Fahrzeug bleiben und Unfallstelle kennzeichnen; unnötigen Kräfteverschleiß vermeiden und Aufmerksamkeit zur Hilfeleistung erregen.

Erklärung zur Antwort

Die Unfallstelle kennzeichnen? Die Prüfungserfinder haben offenbar zu viel "Nackte Kanone" geschaut! :)

Erklärung zur Frage

Achtung, Achtung! Genau lesen! Dann klappt's auch mit den richtigen Antworten!

Nach einer Kenterung gibt es für dich nur zwei Dinge zu tun:

Am Boot bleiben, weil es dir hilft, über Wasser zu bleiben. Das gilt natürlich nur, solange es noch nicht gesunken ist. ;) Danach suche irgendwelche anderen schwimmfähigen Gegenstände, die aus dem Boot gespült werden.

Und zweitens hältst du gefälligst deine verdammte Mannschaft zusammen. Du bist für ihr Leben verantwortlich!

Und weil das Wasser dir ratz-batz die Wärme entzieht, vermeidest du alles, was das noch beschleunigt! Es wird nicht herumgeschwommen! Und wenn irgend möglich, wärmt euch gegenseitig wie die Spatzen. Seht zu, dass der Kräfteverschleiß so gering wie möglich ist, denn auch eine Hilfeleistung kann eine Weile auf sich warten lassen....

Erst an dritter Stelle folgt das Panik-Winken, -rufen, oder was dir sonst so einfällt. ... Und dann kommt erst mal lange nix, bevor du an andere Sachen denken darfst...

Nr. 278 Punkte 2 Fragebogen 4, 10

Wie verhindert man das Überbordfallen von Personen bei starkem Seegang?

Besatzung in der Plicht versammeln, Rettungswesten anlegen, Sicherheitsleinen bzw. -gurte spannen.

Erklärung zur Antwort

Die Plicht ist die Terasse des Schiffs. Wenn es darum geht, Leute vor dem Überbord-Fallen zu schützen, halten wir dort keine Versammlungen ab!
Sicherheitsleinen bzw. -gurte spannen, Sicherheitsgurt anlegen und an den dafür vorgesehenen Stellen einpicken.

Erklärung zur Antwort

So soll es sein! Wenn du darüber hinaus noch alle nicht benötigten Hände unter Deck schickst, verminderst du das Riskio gleich noch mehr.
Sicherheitsleinen bzw. -gurte aufschießen, Sicherheitsgurt anlegen und in die Reling einpicken.

Erklärung zur Antwort

In die Reling pickt höchstens eine Möve. Sonst niemand! Auch du nicht! NIEMALS! Klar soweit?!
Sicherheitsleinen bzw. -gurte spannen, Besatzung an Deck sammeln. Rettungswesten anlegen.

Erklärung zur Antwort

Wir wollen das Überbord-Fallen VERHINDERN. Da halten wir keine Versammlung mehr an Deck ab!

Erklärung zur Frage

Wieder so eine Frage, bei der man die Antworten extrem genau genau lesen muss! :( Dann wird es aber leichter, weil die falschen Antworten erkennbarer Unfug sind.