Was kostet der Sportbootführerschein See (SBF See)?

Tolle Frage! Das hängt davon ab!

Grundsätzlich werden alle für folgende Dinge in die Tasche greifen müssen:

Gebühren für die Gesundheitsuntersuchung
(Ärztliches Attest)
0 - 50 Euro

Kaufen oder Leihen eines Navigationsbestecks
(Prüfungsaufgabe "Navigation")

 
Kaufen ca. 25 - 70 Euro
Leihen  ca. 5 - 15 Euro
Prüfungsgebühr ca. 80 Euro
Gebühr für das Ausfertigen des Scheines
ca. 15 Euro
Summe ca. 100 - 150 Euro

Wenn du allein zu Hause lernen willst, kostet es dich zusätzlich:

  • Mietgebühr für das Boot (praktische Prüfung): ca. 30 Euro
  • Unter Umständen auch noch das eine oder andere Buch: ca. 25 Euro/Buch

Wenn du an einem Kurs in einer Bootsfahrschule teilnehmen willst:

  • Kursgebühren (ca. 150 - 500 Euro; je nach Region, Qualität und Inhalt)

In Summe wird dich der Sportbootführerschein also irgendwas zwischen 100 und 200 Euro als Autodidakt (zu Hause lernen), bzw. 250 - 600 Euro für einen Kurs in der Bootsfahrschule kosten.

Wie lange ist der Sportbootführerschein gültig?

Ewig. Es gibt kein "Verfallsdatum", es sei denn, der Lappen wird dir wegen böser Sachen abgenommen. Sobald du ihn geschafft hast, bleibt er dir bis an dein Lebensende erhalten.

Aber Achtung! Der Sportbootführerschein kann dir auch abgenommen werden, wenn du den Kfz-Führerschein los wirst! Also benimm dich in Zukunft nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im Straßenverkehr!

Ist die Teilnahme an einem Kurs erforderlich oder vorgeschrieben?

Nein! Es gibt keine Gesetz und keine Vorschrift - ja, nicht einmal die zwingende Notwendigkeit - an einem Kurs teilzunehmen. Nur die Prüfung musst du bestehen. Und um die bestehen zu können, musst du daran teilnehmen ... also an der Prüfung. Nicht am Kurs. :)

Ist eine "DMYV-zertifizierte Schule" oder eine "DSV-zertifizierte Schule" besser als eine Schule ohne diese Zertifikate?

Der Deutsche Motoryacht-Verband (DMYV) und der Deutsche Segler-Verband (DSV) stellen eigene "Qualitäts-Zertifikate" aus, die allerdings erfahrungsgemäß nicht viel taugen.

Sie sind gut gemeint. Das war es dann aber auch schon. Für uns als Verbraucher ist das keineswegs ein Gütesiegel oder Qualitätssiegel - häufig jedoch ein "Hochpreis"-Siegel ... soll heißen: So zertifizierte Schulen sind meistens erheblich teurer, aber nur sehr selten wirklich besser.

Leider! Denn es fehlt lediglich an der Kontrolle der Siegel. Stattdessen setzt man stark auf "freiwillige Selbstkontrolle"; und was das bedeutet, wissen wir seit dem "Gammelfleisch-Skandal" wohl ziemlich gut, nicht wahr?!

Da es aber gerade für Einsteiger wirklich extrem schwer ist, im Markt den Überblick zu behalten und nicht Gefahr zu laufen, mal eben ein paar Hundert Euronen im Wasser zu versenken, solltest du dich dennoch im Zweifel immer an DMYV- oder DSV-zertifizierte Schulen halten! Hier hast du wenigstens die Garantie, dass man der Schule gewaltig auf die Finger klopft (ggf. ihnen das Siegel entzieht), wenn sie dich einfach nur über den Tisch ziehen.

Das hilft dir zwar nicht, dein Geld wiederzubekommen, aber zumindest hast du dann Hilfe bei deiner Trauer...

Viel besser ist deine eigene Kontrolle (samt eigenem Verstand)!

Rede mit den Leute, die schon den Sportbootführerschein haben! Geh im Zweifel dorthin, wo die Motorboote und Segelboote stehen und frage die Leute auf den Booten, welche Schule sie dir empfehlen können. Frage so viele Leute wie möglich, damit du ein besseres Bild bekommst! Und schaue dir jede empfohlene Bootsfahrschule persönlich an! Gehe hin, frage die Besitzer und Trainer. Verlange, dass du einen "kostenlosen Schnupperkurs" machen kannst! Lasse dir die Boote zeigen! Lasse dir die Ausbildung erklären! ... Und verlange, dass man einen schriftlichen Vertrag mit dir macht, in dem alles haarklein steht, was du haben willst. Mit so einem Vertrag kannst du jederzeit dein Recht einklagen ... oder eben dein Geld zurückbekommen!

Und wenn die Bootsfahrschule zickig wird, dann drehe dich sofort um! Es gibt genug andere Fahrschulen und freie Ausbilder, die bereit sind, für gutes Geld auch gute Leistung zu bringen ... mit oder ohne DSV- oder DMYV-Zertifikaten!

Kann man den SBF-See-Kurs im Urlaub machen?

Natürlich KANN man. Die Frage lautet eher WILL man? ;)

Abschminken solltest du dir allerdings die Hoffnung, dass du den Schein "mal eben zwischen Frühstücks-Buffet und Kaffee-Tafel" schaffen kannst. Im Kurs (und vor allem in der Zeit zwischen Kurs und Prüfung) muss man ca. 280 Fragen (und Antworten) lernen. Hinzu kommt - je nach Qualität des Kurses - auch noch weiteres Wissen über Wetter, Seemannschaft, Navigation, Knoten, Seekarten, Rechte und Gesetze... Kurz: Das ist ordentlich Holz für 14 Tage oder 3 Wochen Urlaub. Erst recht für einen Einsteiger.

Wenn du aber nicht weißt, was du mit deiner Urlaubszeit anfangen sollst (beispielsweise, wenn du Single bist und faules Herumliegen am Pool hasst), dann ist es die perfekte Zeit, um sich auf den Schein vorzubereiten: Am Strand liegen, das Rauschen des Meeres hören, den Booten bei den Manövern zuschauen und dabei Fragen zu büffeln, ist ziemlich produktiv, wenn man nicht abgelenkt wird...

Wie viel Vorbereitungszeit brauche ich, wenn ich zu Hause lernen will?

Prinzipiell gibt es hier kaum Unterschiede zwischen Autodidakten und Teilnehmern eines Kurses.

Am Ende sitzen beide zu Hause und büffeln die Fragen (und Antworten) für die Prüfung. Der Unterschied besteht darin, dass der Teilnehmer eines Kurses die Antworten besser versteht - oder zumindest besser verstehen sollte -, als der Autodidakt, der sich sein Wissen nur aus den Büchern oder gleich gar nicht holt.

Insofern gilt für beide:

  • Es gilt rund 280 Fragen (und jeweils 4 Antworten, von denen eine richtig ist) zu lernen.
  • Viele dieser Fragen sind Variationen voneinander, unterscheiden sich also nur geringfügig oder sogar gar nicht, so dass du ca. 200 "echte" Fragen lernen musst.
  • In der Prüfung bekommst du einen Fragebogen mit 30 Fragen und 1 Kartenaufgabe (bestehend aus 9 Teilfragen)

Falls du gar keine Ahnung von Gesetzen, Vorschriften, Wetter, Seemannschaft, Navigation, etc. ... hast, wirst du vermutlich zwischen 3 und 4 Wochen brauchen, um die Fragen zu lernen. Wenn du schon ein bisschen Erfahrung - oder einen Kurs besucht - hast, verkürzt sich die Zeit auf 2-3 Wochen.

Als Faustregel solltest du dir einfach vornehmen, es innerhalb von 4 Wochen zu schaffen. Das ist auch für Autodidakten ganz entspannt drin, wenn sie jeden Tag 1-2 Stunden Fragen und Antworten des offiziellen Prüfungskatalogs lernen.

Plane auf jeden Fall aber nicht zu viel Zeit ein, denn dann wirst du vermutlich nie fertig werden und immer Angst vor der Prüfung haben! ;)

Was ist das "ärztliche Attest"?

Als Wassersportler MÜSSEN wir zwei Farben unbedingt unterscheiden können: Rot und Grün. Nicht nur die Tonnen (Bojen), sondern auch viele Farbsignale (Schleusen, Positionslichter auf Schiffen, Warnhinweise, etc.) sind mit diesen Farben gekennzeichnet. Deshalb MÜSSEN wir diese Farben sehen können. (Anders als bei Ampeln, wo die Reihenfolge der Lichter schon die Farben definiert.)

Darüber hinaus gibt es auch eine ganze Reihe von Schallsignalen (Hupen), mit denen wir uns bei Nebel, Dunkelheit oder einfach, wenn man einander mal nicht sieht, verständigen. Also musst du auch Hören können.

Und schließlich geht es um deinen "allgemeinen Gesundheitszustand", der aber wirklich nur sehr, sehr oberflächlich in einem Fragebogen überprüft wird. Auch hier ist der Hintergrund verständlich: Wenn du auf dem Wasser bist, kann es Stunden dauern, bis man dir Hilfe anbieten kann. Potenzielle Gesundheitsschäden sind also nicht auszuschließen, wenn wir sie nicht schon vorher kennen und einschätzen.

Kurz gesagt: Im Gesundheitscheck wird:

  • Dein allgemeines Seh-Vermögen (beispielsweise Weitgucken und so) getestet,
  • Dein Farbseh-Vermögen getestet,
  • Dein Hör-Vermögen getestet,
  • dein allgemeiner Gesundheitszustand bewertet.

Wer bereits einen Führerschein hat, der weiß in etwa, was auf ihn zukommt. Wer nicht, der kann es sich nun hoffentlich vorstellen.

Achtung: Du MUSST diesen Gesundheitstest ZWINGEND BESTEHEN. Anderenfalls wirst du nicht zur Prüfung zugelassen! Wenn du dich also für den SBF See interessierst, solltest du ZUERST den Gesundheitscheck machen lassen, falls du unsicher bist, ob deine Krankheiten/Einschränkungen vielleicht ein Ausschlussgrund sind.

Welcher Arzt gibt mir dieses Attest?

Grundsätzlich KANN jeder Arzt dieses Attest ausstellen (Fragebogen herunterladen). Allerdings macht es nicht jeder Arzt. Am besten fragst du deinen Hausarzt oder gehst zu einem ausgewiesenen Sportmediziner. Letztere stellen dir das Attest definitiv aus.

Achtung: Je nach Krankenkasse kostet das Ausstellen des Attests zusätzliches Geld! Meistens liegen die Kosten zwischen 10 und 50 Euro. Außerdem gilt das Attest nur ein Jahr, vom Tage seiner Ausstellung an. Wenn du also den Sportbootführerschein machen willst, solltest du dir das Attest nur dann holen, wenn du innerhalb eines Jahres auch die Prüfung bestehen kannst. Schiebe das Lernen und die Prüfung nicht auf den letzten Monat der Gültigkeit des Attests!

Ich will den Schein alleine (also ohne Bootsfahrschule) schaffen! Wie sollte ich vorgehen?

  1. Zunächst einmal solltest du dich informieren, ob der Schein überhaupt der Richtige ist.
  2. Dann solltest du dich über die Prüfungsbedingungen informieren.
  3. Und dann kann es auch schon losgehen. ... Also das Lernen der Fragen, Antworten, etc...:)

Auf dieser Seite findest du außerdem noch jede Menge weitere Informationen - von Tipps zur Prüfungsanmeldung bis zu Tipps zum richtigen Lernen -, so dass du sehr gut gewappnet bist, zumindest den Theorie-Teil zu bestehen.

Zur Vorbereitung auf die praktische Prüfung kannst du verschiedene Wege nutzen:

  1. Der billigste, aber unsicherste Weg
    Lasse dir von einem Bekannten die notwendigen Manöver beibringen. Prinzipiell sind alle Prüfungs-Manöver aus der Praxis entlehnt und lediglich "prüfungstauglich" gemacht worden. Insofern kann dir jeder, der selbst ein Boot fährt, auch beibringen, was du wissen musst.
     
  2. Der kostengünstige und im Preis-Leistungs-Verhältnis sicherere Weg
    Gehe zu einer Bootsfahrschule deines Vertrauens und vereinbare mit ihr, dass man dir "nur den Praxis-Teil beibringt". Im Regelfall sollten 1-2 Stunden Training auch für wenig Geübte ausreichen. Genaueres kannst du aber mit der Bootsfahrschule vereinbaren. (Im Zweifel rufe uns an, dann reden wir über deine vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten und schätzen ab, wie lange du üben solltest. Damit hast du dann eine "Verhandlungsbasis" für das Gespräch mit deiner Bootsfahrschule.)

Wie melde ich mich zur Prüfung an?

Wenn du einen Kurs bei einer Bootsfahrschule belegt hast, musst du i.d.R. gar nichts machen. Das gehört eigentlich zum Service.

Als Autodidakt musst du dich allein anmelden. Das ist aber weitaus weniger schwierig, als es dir erscheinen mag:

  1. Du suchst deinen regionalen Prüfungsausschuss.
    Entweder weißt du schon, wie er heißt, dann findest du ihn im Internet; oder du weißt es nicht, dann suche dir eine Bootsfahrschule in deiner Region heraus, rufe dort einfach an und frage nach dem Prüfungsausschuss.
     
  2. Auf der Website des Prüfungsausschusses findest du alle Informationen, die du für die Anmeldung brauchst.
     
  3. Lade dir die erforderlichen Formulare herunter und fülle sie aus.
    • Antragsformular zur Prüfung
    • Ärztliches Attest
  4. Außerdem findest du dort auch die Prüfungstermine und Prüfungsorte.
    Suche dir einen passenden Ort und eine angenehme Zeit heraus und trage sie in das Antragsformular ein.
     
  5. Zum Schluss schaust du auf der Website deines Prüfungsausschusses nach, was du bezahlen musst (Prüfungsgebühren, Wegegeld, Unkostenpauschalen, etc.) und wie du es bezahlen kannst.
    Vorkasse ist der üblichste Weg, die Gebühren zu bezahlen; bei manchen kann man aber auch vor Ort am Prüfungstag bezahlen.
     
  6. Stecke alle Formulare in einen Umschlag und schicke diesen an den Prüfungsausschuss oder an die Adresse, die auf der Website der Prüfungskommission angegeben ist.
     
  7. Irgendwann in den nächsten Tagen trudelt dann die Bestätigung der Anmeldung in deinem Briefkasten ein. Stecke sie zu den Unterlagen, die du am Prüfungstag mitnehmen willst, denn du wirst sie unter Umständen vorzeigen müssen.

Das war's schon. Mehr musst du nicht machen.

Wo finde ich meinen Prüfungsausschuss?

Sowohl der Deutsche Segler-Verband (DSV), als auch der Deutsche Motoryacht-Verband (DMYV) haben eine Liste aller Prüfungsausschüsse in der Bundesrepublik Deutschland auf ihrer Website stehen.

Der einfachste und schnellste Weg

Auf der Seite der Prüfungs-Assistenz Bremen findest du eine Sammlung zahlreicher Prüfungstermine.

Deutscher Segler-Verband (DSV)

  1. Die Website www.dsv.org aufrufen.
  2. Oben "Führerscheine/Funk" anklicken.
  3. Links "Prüfungsausschüsse" anklicken.
  4. Passende Liste der Prüfungsausschüsse auswählen und herunterladen.

Deutscher Motoryacht-Verband (DMYV)

  1. Die Website www.dmyv.de aufrufen.
  2. Oben "Führerscheine" anklicken.
  3. Links "Prüfung" anklicken.
  4. Passenden Prüfungsausschuss auswählen.

Hinweis: Es ist egal, welche Seite du bevorzugst. Die Prüfungsausschüsse sind absolut identisch. Wir unterscheiden NICHT zwischen "Seglern" und "Motorboot-Fahrern". ;)

Bei welchem Prüfungsausschuss muss ich mich anmelden?

Du hast die freie Wahl. Es gibt keine Pflicht, sich bei einem bestimmten Prüfungsausschuss anzumelden.

Es gibt nur zwei Punkte zu beachten:

  1. Du darfst innerhalb der letzten 4 Wochen nicht bei einer anderen Prüfung (im Bereich des aktuellen oder eines anderen Prüfungsausschusses) durchgefallen sein. (= 4-Wochen-Sperrfrist für Durchfaller)
  2. Jeder Prüfungsausschuss hat seine "eigenen Reviere". Das bedeutet, dass du deine Prüfung dann auch im Bereich des Prüfungsausschusses machen musst, bei dem du dich anmeldest. (Nein, die machen keine Hausbesuche!)

Beispiel:
Angenommen, du machst gerade deinen SBF See bei dir zu Hause. Und weil du natürlich Deadline-Junkie bist, machst du den Schein auf die letzten Tage vor deinem Urlaub an der Ostsee, wo du eigentlich ein Motorboot chartern wolltest.

Und wie das Schicksal so spielt, fällst du durch die praktische Prüfung. Die nächste Prüfungsmöglichkeit ist erst in 4 Wochen (Durchfaller-Sperrfrist). Doch da wolltest du schon an der Ostsee sein.

Kein Problem! Nach der 4-Wochen-Sperre kannst du dich auch beim Prüfungsausschuss an der Ostsee anmelden und dort die praktische Prüfung wiederholen. Bestehst du, bekommst du den Schein ... und die Ostsee ist um einen Motorboot-Fahrer reicher. :)

Wie oft kann ich nicht bestandene Prüfungen wiederholen?

So oft du willst - oder bis du bestanden hast. :)

Es gibt keine Regel und kein Gesetz, das Wiederholungsprüfungen einschränkt. Also bedeutet das, du kannst unbegrenzt oft nachprüfen lassen.

Aber auch hier gibt es ein paar Regeln:

  1. Angenommen, du bestehst die Theorie-Prüfung, aber nicht die Praxis-Prüfung (umgekehrt gilt das Gleiche)
    Du musst innerhalb eines Jahres auch die andere Prüfung bestehen. Anderenfalls "verfällt" die bereits bestandene Prüfung; und du musst auch diese wiederholen.
     
  2. Angenommen, du fällst heute durch die Theorie-Prüfung und/oder durch die Praxis-Prüfung.
    In diesem Fall musst du 4 Wochen warten, bevor du die Nachprüfung machen kannst. Das gilt für jeden "Prüfungs-Durchfall". Du kannst also maximal 12 Versuche pro Jahr machen, um an deinen Schein zu kommen.

Nach der alten Prüfungsnorm lag die Durchfallerquote beim ersten Versuch jedoch unter 10%; beim zweiten Versuch schon nur noch unter 3%. Mehr als drei Versuche brauchte kaum jemand.

Nach der neuen Prüfungsnorm gibt es derzeit noch keine Statistik - die Prüfung wurde bisher noch nie gemacht... (Mehr dazu im April 2012, wenn die neuen Prüfungen beginnen)

Wird mir die praktische Prüfung für den Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) auf die praktische Prüfung für den Sportbootführerschein See (SBF See) angerechnet?

Bedingt. Einige Teile der praktischen Prüfung können nach Prüfungsordnung entfallen, wenn sie bereits in der praktischen Prüfung für den Binnen-Schein absolviert wurden (oder hätten absolviert werden können).

Eine vollständige Anrechnung (= Ausfall der praktischen Prüfung in der SBF-See-Prüfung) ist allerdings nicht vorgesehen. Umgekehrt, also wenn du erst den SBF See gemacht hättest, könntest du dir diese Prüfung allerdings voll auf die SBF-Binnen-Prüfung anrechnen lassen. (Ausnahme: Segel-Prüfung, die in der SBF-See-Prüfung nicht durchgeführt wird.)

Was wird nicht mehr geprüft?

In der praktischen Prüfung "SBF See" musst du nur noch die Pflichtmanöver prüfen lassen, wenn du den SBF Binnen bereits besitzt. Alle anderen Prüfungsteile können entfallen.

Achtung: Lt. Prüfungsordnung sind die Prüfer berechtigt, auch die anderen Teile ("Wahlpflicht" und "Knoten") zu prüfen. Und WENN sie es prüfen, gilt die Prüfungsordnung: 2 Versuche hast du pro Manöver/Knoten. Vergeigst du beide Versuche, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Auch wenn du alle anderen Manöver/Knoten hervorragend absolviert hast.

Wenn du also sichergehen willst, dann lerne für diese praktische Prüfung, als wäre es die erste! Versuche nicht, am unteren Limit zu fahren --- auch, wenn wir bis heute keinen Fall kennen, in dem ein Prüfer mehr geprüft hat, als er unbedingt musste...