10 Knoten zum SBF See

Während der praktischen Prüfung wirst du 6 von 9 seemännischen Knoten zeigen müssen. Bei jedem Knoten kannst du dir einen Fehler erlauben. Machst du zwei Fehler oder kannst du einen Knoten gleich gar nicht, hast du die praktische Prüfung nicht bestanden.

Die gute Nachricht: Diese Knoten sind so leicht, dass sie jeder lernen kann. Alles, was du brauchst, sind

  • 1 Seil
  • 1-2 Stunden deiner Zeit

Alles bereitgelegt? Gut, dann geht's jetzt los.

1. Knoten: Halber Schlag

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Der "halbe Schlag" ist nichts weiter, als ein einfacher Knoten. Du machst ihn jeden Tag mindestens zwei Mal, wenn du dir eine Schleife in die Schnürsenkel bindest.

Also nimm jetzt deinen Strick und binde einen Knoten rein!

2. Knoten: Achtknoten

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Der Achtknoten ist eine erste Erweiterung des halben Schlags. Er wird an einem Ende deines Stricks gemacht, damit dir das Seil nicht durch die Finger rauscht und abhaut, wenn am anderen Ende Last ist (beispielsweise das Segel im Wind zieht oder dein Anlegeseil mit dem Boot abhauen will).

Nimm dir ein Ende deines Stricks her. Anstatt nun einen einfachen Knoten zu machen (das wäre ein halber Schlag), verdrehst du das Seil einmal und machst erst dann deinen Knoten. Am Ende sieht das Ding nicht nur wie eine 8 aus, ... es heißt auch so. :)

3. Knoten: Kreuzknoten

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Unser Kreuzknoten hat unglaublich viele Pseudonyme. Manche kennen ihn vielleicht schon unter den Namen Doppelknoten, Reffknoten, Samariterknoten oder Weberknoten (nicht verwechseln mit Webleinstek).

Im Grunde sind das einfach zwei Halbe Schläge. Doch wer ihn schon mal versucht hat, der weiß, dass es eine "schicke" (richtige) und eine "hässliche" (falsche) Variante davon gibt. Deshalb: Unbedingt vor der Prüfung üben! Du hast nur zwei Versuche!

4. Knoten: Einfacher Schotstek

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Der Schotstek dient hauptsächlich zum Verbinden zweier ungleich starker Seile. Sein Name rührt - wie so viele - aus der Geschichte her, als man noch den Schotstek benutzte, um das Segel an der Schot festzumachen. (Heute wird dafür der Palstek bevorzugt.)

Sein größter Vorteil ist aber, dass er sich auch unter Belastung nicht wirklich fest zuzieht, so dass wir ihn selbst mit klammen Fingern ohne Schere, Flex oder Feuerzeug wieder öffnen können. In der Erleichterung (allerdings ist das nicht Prüfungsgegenstand) kann man ihn auch "auf Slip" legen, also das dünne Seil nicht ganz durchstecken sondern nur eine Schlaufe. Dann lässt er sich sogar bei höchster Belastung ganz einfach durch Ziehen am dünnen Seil lösen.

Nimm zuerst das dicke Seil und lege eine Bucht (einfach Umknicken das Seil). Anschließend nimmst du das dünne Seil, schiebst es von unten durch die Bucht, wickelst es außen herum und steckst es am Ende durch die neue Schlaufe. ... Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

5. Knoten: Doppelter Schotstek

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Der Doppelte Schotstek ist quasi der größere Bruder des Schotsteks und wurde erfunden, um die Belastbarkeit zu verbessern.

Der einzige Unterschied zu seinem kleinen Bruder ist, dass du das dünne Seil nicht nur einmal, sondern zwei Mal rumwickelst und durch die Schlaufe steckst. Wenn du also den einfachen Schotstek beherrschst, dann ist es zum Doppelten Schotstek nur eine zusätzliche Schlaufe.

6. Knoten: Slipstek

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Der Slipstek ist "ein Rundtörn mit einem halben Halben Schlag". Dabei wird der Halbe Schlag nicht vollständig durchgezogen, sondern - um ihn nachher wieder leicht und schnell lösen zu können - nur als Bucht durchgezogen. 

Daraus ergibt sich konsequenterweise auch, dass dieser Knoten überall dort eingesetzt wird, wo wir Knoten extrem schnell wieder lösen können wollen, ohne aber Gefahr zu laufen, dass das Ding allein aufgeht... 

7. Knoten: Palstek

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Unser Palstek ist mittlerweile zum Allrounder geworden. Wer bei den Pfadfindern war, kennt ihn als Schertauknoten oder Rettungsschlinge. Feuerwehrleute kennen ihn als Rettungsknoten, Brustbund oder Pfahlstich. Das THW nennt ihn Einfacher Ankerstich. Der ... kurz, er ist ziemlich bekannt und beliebt.

Und genau wegen seiner Vielseitigkeit solltest du diesen Knoten unbedingt verinnerlichen und trainieren. DEN brauchst du ständig!

Zuerst legst du ein Auge - den "See". Dann nimmst du das lose Seilende, steckst es von unten durch den "See", wickelst es hinten um das verbliebene Ende und steckst es vorne wieder in den See hinein.

"See", weil es einen einfachen Merkspruch gibt:

Die Schlange kommt aus dem See heraus, kriecht um den Baum herum und steigt wieder ins Wasser hinein.

8. Knoten: Webleinstek

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Den Webleinstek - auch: Webeleinenstek oder Mastwurf - kennen manche bereits als "Fenderknoten". Das ist zwar kein "richtiger Name", aber es beschreibt seinen beliebtesten Verwendungszweck ausgezeichnet. Wann immer du einen Fender an der Reling festmachen willst, dies ist der Knoten deiner Wahl.

Eigentlich ist er ein wirklich einfacher Knoten aus zwei Rundtörns, da er aber ein bisschen tückisch gewickelt wird, solltest du ihn wenigstens zwei, drei Mal geübt haben, bevor du in die Prüfung gehst...

9. Knoten: Klampenschlag

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Der Klampenschlag ist das Belegen einer Klampe --- beispielsweise beim Festmachen des Bootes am Steg.

Das ist prinzipiell eine ganz einfache Sache. Es gibt nur einen kleinen Haken: Der Kopfschlag, also der Abschluss des Klampenbelegens, muss "hübsch" aussehen. Und das wiederum macht er, wenn auch er die Klampe kreuzt und nicht parallel dazu gelegt wird.